Was bedeutet "plastikfrei"?

Wenn wir von plastikfrei sprechen, meinen wir genau genommen „frei von Plastik aus Erdöl“. Denn das Kartenmaterial ist der Biokunststoff PLA – manche nennen es auch Bio-Plastik. Nachfolgend haben wir einige Informationen rund um das PLA der GrünCardPlus MasterCard zusammengestellt.

Woraus besteht der Bio-Kunststoff?

Der Kunststoff, aus dem die GrünCardPlus MasterCard gefertigt ist, wird nicht aus fossilen, sondern aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Anstelle von Erdöl wird dafür ein pflanzlicher Stoff, sogenannte Polymilchsäure (PLA), verwendet. In den meisten Fällen wird PLA aus Mais gewonnen.

Wo kommt der Kunststoff für die GrünCardPlus MasterCard her?

Das PLA, das für die GründCardPlus MasterCard verwendet wird, stammt aus den USA und wird von der Firma NatureWorks hergestellt. NatureWorks nennt seinen Bio-Kunststoff „Ingeo“ und berichtet auf seiner Website transparent über den Herstellungsprozess. Mehr dazu hier: www.natureworksllc.com/What-is-Ingeo

Welche Vorteile hat Bio-Kunststoff gegenüber konventionellem Plastik?

„Ingeo“ verursacht bei seiner Herstellung nach Angaben von NatureWorks rund 80 Prozent weniger Treibhausgase als konventionelle Plastikarten und schont somit das Klima unseres Planeten.

Da kein Erdöl für die Herstellung des Kunststoffs verwendet wird, werden fossile, endliche Rohstoffe geschont. Alleine in Deutschland sind über 130 Millionen Giro- und Kreditkarten im Umlauf. Würde man alle Karten aneinander legen, ergäbe das eine Strecke von über 11.000 Kilometern, was etwa der Entfernung vom Nordkap bis Kapstadt entspricht. Das Beispiel zeigt, wie viel konventionelles Plastik schon ausschließlich durch den Einsatz von Kredit- und Bankkarten anfällt und wie groß das Potential zum Einsparen von fossilen Rohstoffen in diesem überschaubaren Bereich ist.

Welche Nachteile hat Bio-Kunststoff?

Für Bio-Kunststoff müssen derzeit noch Pflanzen angebaut werden. Damit einhergehen alle Probleme, die Landwirtschaft mit sich bringt. Die Pflanzen müssen beispielsweise bewässert und gedüngt werden. Der Mais, der zur Herstellung von „Ingeo“ verwendet wird, wurde allerdings unter dem ISCC- Plus-Standard hergestellt, einer Art amerikanischem Bio-Siegel und ist somit umweltfreundlicher als konventionell angebauter Mais.

Ein weiterer Nachteil von PLA ist, dass die Anbaufläche für die Pflanzen nicht für die Produktion von Nahrungsmitteln zur Verfügung steht. Da Bio-Kunststoffe noch einen sehr kleinen Marktanteil haben, ist dies derzeit noch kein großes Problem.

Wie stellen sich die Triodos Bank und Grünkauf die Kreditkarte der Zukunft vor?

Grünkauf hat für seine Mitgliedskarte GrünCard schon vor Jahren PLA verwendet. Inzwischen wird die GrünCard aus FSC-zertifiziertem Durchforstungsholz gefertigt. Daran sieht man, welche Chancen in der Materialweiterentwicklung auch bei der GrünCardPlus MasterCard liegen. Kreditkarten haben allerdings besondere technische und mechanische Anforderungen, weshalb sie bisher noch nicht aus Holz gefertigt werden können.

PLA könnte in Zukunft beispielsweise aus pflanzlichen Abfällen hergestellt werden, so dass für die Produktion keine Anbaufläche mehr genutzt werden müsste. An Lösungen wie dieser wird schon geforscht – auch NatureWorks entwickelt seinen Kunststoff „Ingeo“ kontinuierlich weiter. Ob Kreditkarten in Zukunft überhaupt noch "aus Materie" gefertigt werden müssen, ist eine andere Frage. Gut möglich ist, dass wir in Zukunft immer weniger klassische Karten benötigen und die digitalen Informationen  auf Smartphones oder andern digitalen Geräten verwalten können. Die PLA-Karte sehen die Triodos Bank und Grünkauf deshalb auch nur als einen Zwischenschritt an. Ein wichtiger Schritt in eine nachhaltige Richtung und bestimmt nicht der letzte auf dem Weg.

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